(Medien-)Pädagogische Datenbanken und Zeitschriften online

Datenbanken und Literatur zum wissenschaftlichen ArbeitenWarum Datenbanken nutzen und was ist das überhaupt? Von den möglichen Suchstrategien

  • in einer Suchmaschine – also in einer sehr allgemeinen Basis,
  • in Buchkatalogen – also in einer medial eingeschränkten Basis – oder
  • in einer Datenbank – also in einer fachlich spezialisierten Basis

ist die letzte die „feinste“ und zielgenaueste, erfordert aber auch etwas Vorarbeit auf Seiten des Suchenden: je umfassender die Datenbank, desto eher kommen bei „weiten“ Suchen mit nur einem generalisierten Stichwort abwegige oder wenig hilfreiche Ergebnisse heraus. Für eine erfolgreiche Suche gilt es also zunächst, ein Begriffsfeld aufzustellen und die thematisch passendsten Begriffe abzufragen oder aber eine Kombination von Begriffen.

 

Die meisten Datenbanken unterstützen dazu die üblichen logischen Verknüpfungen (Boole’sche Operatoren) wie UND, ODER, NAHE, NICHT, so dass auch komplexe Suchabfragen möglich sind wie „(Kinder ODER Jugendliche) UND Medien NICHT Gewalt“. Genaueres findet sich üblicherweise in einer Einleitung zur jeweiligen Datenbank.

Eine sehr gute Übersicht frei zugänglicher Datenbanken, nach Themengebieten geordnet, bietet z.B. die Wissenschaftliche Stadtbibliothek Mainz.

An der Unibibliothek Mainz gibt es ein sehr gutes öffentlich zugängliches Online-Tutorial zur Recherche in Buchkatalogen und Datenbanken; eine kurzgefasste Einführung zum Download (PDF) hat die Uni Düsseldorf zusammengestellt.

 

Eine Auwahl der wichtigsten Online-Quellen für (medien-)pädagogische Themen:

Informationen und Materialien zu zahlreichen pädagogischen Themen, Links zu Einrichtungen, Forschungsergebnisse etc.

Tätigkeitsschwerpunkte laut Selbstdarstellung: Bildungsinformation und Bildungsforschung – d.h. Links, Informationen, und sogar fertige Präsentationen zu Informationsquellen und Suchstrategien.

Das Fachinformationssystem Bildung wird betrieben vom Informationszentrum Bildung des Deutschen Institutes für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) und bietet drei Zugänge:

– zur Metasuche – einer Suchmaske für eine Vielzahl pädagogischer Datenbanken (überwiegend kostenfrei)

– zum Branchenverzeichnis – dem Angebot an fachsystematischen Kontextinformationen (kostenfrei).

– Die Nutzung der FIS Bildung Literaturdatenbank ist kostenpflichtig.

Ehemals vom Fachbereich Erziehungswissenschaften der FU Berlin, jetzt privat gepflegter Service mit Linksammlung, Adressen, Übersichten über facheinschlägige Zeitschriften, Bibliotheken etc.

Der Online-Katalog des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE) in Bonn bietet Literatur aus der Erziehungswissenschaft mit den Schwerpunkt Erwachsenenbildung/Weiterbildung und aus den wichtigsten Bezugswissenschaften wie Psychologie, Soziologie, Philosophie, Betriebswirtschaft. Die Bedienung ist sofort vertraut – zugrunde liegt wie in der KFH offensichtlich das Biblioteca von Bond.

„Kooperativer Service von 375 Bibliotheken mit dem Ziel, ihren Nutzern einen einfachen und komfortablen Zugang zu elektronisch erscheinenden wissenschaftlichen Zeitschriften zu bieten.
Aufgenommen werden alle Zeitschriften, die Artikel im Volltext anbieten.“ (rzblx1.uni-regensburg.de/ezeit/), z.T. frei zugänglich.

Die Online-Datenbank verschiedener Kooperationspartner, darunter die Bundeszentrale für Politische Bildung, die Bertelsmann-Stiftung und mehrere Landesmedienanstalten, wird inzwischen vom DIPF (s.o.) betreut. „Das ISM umfasst fünf Datenbanken und enthält ausführlich annotierte Nachweise zu Fachliteratur, Lehr- und Lernmedien sowie zu Forschungsprojekten.“ (ebd.) Eine ausführliche Einführung in Inhalte und Nutzung des ISM gibt es online und zum download.

  • Medienkompetenz-Datenbank
    Die Bundeszentrale für Politische Bildung hat in den letzten Jahren eine eigene Datenbank rund um das Thema Medienkompetenz aufgebaut, die wesentlich auf den Selbst-Einträgen von Anbietern beruht.
  • Medienpädagogik

    In dieser Rubrik bietet die Bundeszentrale für politische Bildung eine Reihe von Materialien zu medienpädagogischen Themen an, die i.d.R. aus einer Kombination von Print-, Onlineangebot und Datenträger bestehen.

  • Medienportal Südwest

Unter dem Gattungsbegriff Medienportal findet sich seit 2009 die gemeinsame Einstiegsseite des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest, der Mediendaten Südwest, des MedienKompetenzforums Südwest und des Infopools Medienkompetenz Südwest. U.a. enthält das Portal auch eine Literaturdatenbank mit über 40.000 Titeln, Basisdaten zu Medien u.v.m.

Nachdem die Förderung für das Medienkompetenz-Netzwerk NRW Ende 2013 ausgelaufen ist, wurden Teile des Angebots, u.a. der Medienkompetenz-Atlas in dieses Portal übernommen.

In diesem umfangreichen Projekt-Portal, das im Auftrag des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg sowie des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg durchgeführt wird, ist u.a. das Online-Forum Medienpädagogik, www.kreidestriche.de, aufgegangen.

Unter diesem Titel erscheint die bislang einzige Online-„Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung“. Die Redaktion liegt im Umfeld der Pädagogischen Hochschule Zürich und hat sich einer klassischen peer review verpflichtet. Die Liste des Wissenschaftlichen Beirats ist fast ein who-is-who der deutschsprachigen wissenschaftlichen Medienpädagogik. Seit 2000 sind 29 Hefte erschienen, die allesamt einen thematischen Schwerpunkt haben. So publiziert u.a. die DGfE – Sektion Medienpädagogik – ihre Tagungsergebnisse in dieser Online-Zeitschrift.

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